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Die Burg Nanstein...
...soll wohl um das Jahr 11621,2 von Kaiser Friedrich I. zur Sicherung des Reichsterritoriums in der Pfalz errichtet worden sein. Die erste bekannte urkundliche Nachweis stammt aus dem Lehnsbuch des Reichministerialen Werner II. von Bolanden aus dem Jahr 11892,3.
Genau 500 Jahre später wird die die Burg 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch französische Truppen letztmals zerstört2.
Die große Bekanntheit der Anlage geht auf ihre Belagerung im “Reichsritterkrieg” 1523 zurück, in deren Folge einer der letzten Ritter, Franz von Sickingen, verwundet wurde und seinen Verletzungen erlag2,3. Von dem großen Rondell, in dem sich das zugetragen haben soll, ist heute kaum etwas erhalten. Was man heute als “Großes Rondell” sehen kann, ist ein Neubau von 18754.
Nach ihrer Gründung war die Burg zunächst von Ministerialen besetzt - der erste soll Albert von Nanstein gewesen sein, der 1190 somit zum Namensgeber wurde2,3.
Weitere Ministerialen folgten im 13. und 14 Jh. darunter die Wildgrafen von Dhaun zu Oberstein, die Grafen von Zweibrücken-Bitsch und in einer Zeit als Ganerbenburg die Grafen von Sponheim, Veldenz, Leiningen und andere2,3.
Schließlich gelangt 1482 erstmals auf dem Erbweg ein Teil der Anlage in den Besitz der Herren von Sickingen. Franz von Sickingen wird (durch Erbe und Kauf) ab 1518 alleiniger Burgherr auf Nanstein. Er lässt die Burg feuerwaffentauglich zu einer modernen Verteidigungsanlage mit Kanonenbastion ausbauen. Das damals entstandene “Große Rondell” zählte wohl zu den stärksten seiner Zeit2,3.
Dem Artilleriebeschuss seiner Gegner, der Kurfürsten von Trier und der Pfalz und dem hessischen Landgrafen hält die Bastion aber letzten Endes nicht Stand2,3 - eine Fehleinschätzung die Franz von Sickingen mit dem Leben bezahlte (s.o.)
Knapp 20 Jahre später, 1542, werden seine Nachkommen wieder in ihre alten Rechte eingesetzt und erhalten ihre Besitztümer als Lehen zurück. Sie bauen die Burg zu einem Renaissanceschloss um, welches 1595 vollendet wurde2,5.
Die Geschicke des Dreißigjährigen Kriegs führten dazu, dass Stadt und Schloss 1635 zunächst von kaiserlichen Truppen besetzt wurden. 1643 folgte die Übernahme durch lothringische Truppen, sie währte über den Westfälischen Frieden (1648) hinaus bis 1668. Erst Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz gelang deren Vertreibung. Er lässt die Festung schleifen. 1689 kamen erneut französische Truppen des Königs Louis IVX. nach und zerstörten die Anlage endgültig2,5 durch Brand1
Erst im 19 Jh. gab es erste Sicherungsmassnahmen2.
Eigentümer der Burgruine ist heute die Verbandsgemeinde Landstuhl.
1www.landstuhl.de - Zur Geschichte der Burg Nanstein
2Burgeninformationszentrum Lemberg - Burg Nanstein
3Alexander Thon, “Wie Schwalben Nester an den Felsen geklebt...”, Burgen in der Nordpfalz, S. 107.
4Ebenda, S. 109.
5Ebenda, S. 108.
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